Rishikesh - die selbsternannte Yoga-Hauptstadt

 

Weiter Richtung Norden geht es für uns von Delhi mit dem Bus innerhalb 6 Stunden für 500 Rupien nach Rishikesh. Aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse braucht man in Indien für eine Strecke von 200 km fast dreimal so lang wie in Deutschland, denn nach Autobahnen sucht man hier vergeblich. Als wir in Rishikesh ankamen, waren wir sowohl positiv als auch negativ überrascht. Die Stadt war voller spiritueller Menschen und Yogaangeboten soweit das Auge reicht. Jedoch war das lästige Hupen und der chaotische Verkehr immer noch gegenwärtig. Wir entschieden uns vorab keine Unterkunft zu buchen, sondern vor Ort einfach dort zu übernachten wo es uns gefällt. Als uns der Bus tatsächlich irgendwo im nirgendwo rausgelassen hat und das Örtchen ca. 30 Kilometer vor dem eigentlichen Zielort lag, haben wir uns mit einem Inder der in London lebt und aufgewachsen ist nicht nur das gleiche Schicksal, sondern auch ein Tuk Tuk geteilt. Für weitere 300 Rupien kamen wir dann endlich in Rishikesh an. Wir folgten unserer neuen Bekanntschaft, der sich bereits online ein Gästezimmer gebucht hatte und fragten dort um ein Zimmer. 

Wo übernachtet man in Rishikesh am Besten?

 

Da der Ort ein wahrer Touristenmagnet ist, ist es voll mit Gästehäusern, Hotels, Hostels, Homestays und natürlich vielen Ashrams. Wir waren in der High Season dort welche von Januar bis Anfang April andauert und fanden problemlos ein Zimmer. 

 

Unser Gästehaus "New Bhandari Swiss Cottage", eingebettet in eine wunderschöne Hügellandschaft, lag etwa 5 Gehminuten von dem Ortsteil Lakshman Jhula entfernt und verfügt über ein eigenes Restaurant. Preislich liegt ein Doppelzimmer bei 800 Rupien pro Nacht. Die Zimmer sind einfach gestaltet, aber im Grunde hat man dort alles was man braucht und vor allem saubere Bettwäsche und eine richtige Toilette. Dort empfanden wir es als sehr angenehm ruhig im Vergleich zum Ortsinneren.

Die 1989 gegründete Anlage verfügt neben unserem Gästehaus noch über ein paar Weitere. Außerdem gibt es nebenan ein paar Restaurants und kleine Shops, sodass man nicht mal unbedingt in die Stadt muss. Auch Yogastunden werden für etwa 3€ die Stunde angeboten € - €€

 

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Empfehlungen für Cafés und Restaurants

 

Östlich von Lakshman Jhula sind Alkohol, Drogen, Fleisch und Eier verboten. Es gibt viele kleine Bio-Läden, welche frische vegane Kekse zu westlichen Preisen anbieten. Die Küche in Rishikesh ist in den Restaurants durch den Tourismus sehr verwestlicht. Es gibt natürlich auch Straßenküchen, aber das sollte jeder für sich selbst abwägen wie stabil sein Magen ist. Generell sagt man wer nach Indien kommt, sollte die ersten 10 Tage nur gekochtes und schälbares Essen zu sich nehmen. Danach kann man austesten wie robust der Magen ist.

Rund um den Bereich der bekannten Brücke finden sich viele kleine Restaurants und Cafés 

Direkt an der Lakshman Jhula Bridge steht ein kleines Café mit einer German Bakery mit wunderbarem Ausblick auf den Ganges und die Brücke mit dazugehörigem Buchladen zum stöbern € - €€


Wie kommt man vor Ort von a nach b?

 

 

Da Rishikesh keine Weltmetropole ist, kann man die Stadt super zu Fuß erkunden. Tuk Tuk s sind hier für indische Verhältnisse übrigens sehr teuer und so zahlt man schnell mal für eine kurze Strecke 200 Rupien. Wer Ausflüge in die Umgebung plant, kann dafür schon ab 10 Rupien mit dem Bus richtig weit fahren.


Was kann man in Rishikesh unternehmen?

 

1. Ein absolutes Highlight sind mit Sicherheit die Trekking-Touren, da Rishikesh ja am Fuße des Himalaya Gebirges liegt. Wir haben uns für die 1-Tages-Trekking-Tour entschieden und waren einfach nur begeistert. Zuerst haben wir die Morgensonne auf 1600 Höhenmetern aufgehen sehen und anschließend sind wir fünf Stunden im schönsten Naturgebiet wandern gewesen. Wir haben rießige Affen und Mangobäume gesehen. Unser Ziel war der wundervolle und menschenleere Wasserfall.

 

2. In einen Ashram gehen. Rishikesh ist weltweit für seine Ashrams bekannt. Ashrams kann man sich als eine Art indisches Kloster vorstellen, indem es darum geht, die innere Ruhe und Balance zu finden. Ganz nach dem Motto "Eatpraylove" besucht man für 1-2 Wochen oder länger diesen Ort der Ruhe und Stille um sich selbst zu finden und um täglich Yoga und Meditation zu praktizieren. Meist sind drei Mahlzeiten inklusive. Der wohl Bekannteste ist wahrscheinlich der Parmeath Niketan Ashram, welcher schon eher einem Resort gleicht. Empfehlenswert soll auch der Sivananda Ashram sein. Bevor der Tourismus in Rishikesh boomte, waren viele von ihnen sogar noch kostenfrei. Wer einen Aufenthalt dort plant, sollte wenn möglich schon 2-4 Wochen im Voraus buchen um sicher einen Platz zu bekommen.

 

3. Ein absolutes Highlight ist sicherlich die Wildwasser-Rafting-Tour auf dem noch jungen Ganges. Preislich bewegt sich das Spektakel um die 450 Rupien und buchbar ist die Tour in jedem Touristenbüro. Kurz vor Ende kann man noch von einer 8-Meter-Klippe springen und im Ganges baden. Wir waren Abends mit den Leuten noch was trinken und hatten eine Menge Spaß!

 

4. Die von Affen und Kühen besiedelte Brücke im Ortsteil Lakshman Jhula sollte man unbedingt besichtigen. Doch Vorsicht: Wer den Affen zu lange in die Augen sieht oder auffällig mit Essen wedelt, kann schnell eine unangenehme Erfahrung mit ihnen machen.

 

5. Auch die Beatles waren vor vielen Jahren in Rishikesh um in einem Ashram Ruhe und Stille zu finden. Seither trägt der Ashram ihren Namen und kann für 50 Rupien besichtigt werden.

ZUSAMMENFASSUNG

 

Wer Ruhe und Entspannung sucht sollte auf jeden Fall nach Rishikesh fahren. Besonders die Pilger, Yogis und Hippies sind sehr inspirierend und man kann wunderbare Gespräche finden. Auch ein Bad im Ganges ist hier noch zu empfehlen und gilt als heilig.