Home (sweet) home

Vor über einem Jahr haben wir unser Zuhause verlassen und haben die Welt gesehen. Fremde Menschen und Kulturen wurden unser neues Zuhause. Das letzte Jahr hat nicht nur uns verändert, sondern auch unser Umfeld. Wir fühlten uns als hätten wir am anderen Ende der Welt eine zweite Familie gefunden und fühlten uns selten so wohl wie in Australien.

Doch warum sind wir jetzt zurück in Deutschland?

Wir würden lügen, wenn wir behaupten, dass wir unsere Heimat an manchen Tagen nicht unglaublich vermisst hätten. Den Apfelkuchen der Oma, die vertraute Umgebung, die lieben Menschen und vor allem das eigene Bett. Dann war da einfach so ein Gefühl, welches Heimweh war. Und da die Großeltern auch nicht jünger werden, entschieden wir uns dafür wieder zurück nach Deutschland zu gehen. Für eine überschaubare Zeit wollten wir wieder deutsches Brot essen, wieder Teil von den Grillparties der Familie werden und an der Donau sitzen mit den Menschen, die wir im letzten Jahr sehr vermisst haben. Und jetzt, nachdem wir mittlerweile auf den Tag genau zwei Wochen zurück sind, stellen wir fest, dass sich kaum etwas verändert hat. Das macht uns zum Einen super happy, da alles noch fast genauso ist wie vor der Reise, aber andererseits ist es ein sehr seltsames Gefühl. Denn auch, wenn sich hier kaum etwas verändert hat, gab es im letzten Jahr doch eine Veränderung, die wir während dem Reisen kaum bemerkt haben: W i r haben uns verändert. Klar, war uns bewusst, dass wir viele Dinge gesehen und erlebt haben, die uns möglicherweise geprägt haben, aber wir stellten fest, dass es mehr als das war. Die ganzen Eindrücke und Begegnungen unserer Reise machen sich bemerkbar. Es fühlt sich an, als hätten wir uns spontan in eine Welt gebeamt, in der wir das Gefühl haben wir leben in der Vergangenheit. Als wäre die Zeit an diesem Ort einfach stehen geblieben. Es ist schwer zu beschreiben. Viele Reisende beschreiben das Heimkommen als sogenanntes Loch in das man hineinfällt. Ganz so schlimm ist es für uns nicht, aber es fühlt sich definitiv anders an als erwartet. Natürlich enjoyen wir nach wie vor jeden Tag hier und schätzen die Zeit zurück in der Heimat sehr, aber wir spüren, dass sich die ganzen Vorbereitungen und nächtlichen Stunden lohnen, denn wir werden demnächst ein paar größere Projekte umsetzen und darauf freuen wir und schon sehr. Das Leben lässt uns jeden Tag auf s Neue wachsen und das ist wahrscheinlich eines der schönsten Dinge - egal wo man ist.