8 TIPPS, UM NACHHALTIGER ZU LEBEN & DABEI GELD ZU SPAREN

Autor Max Bundaberg                                                                                                                  13. September 2019

 

Gefühlt werden wir im Alltag an jeder Ecke mit Werbung bombardiert und schon fast dazu gezwungen, unser Geld unnötig mit vollen Händen auszugeben. Uns wird eingetrichtert, Konsum macht glücklich - ob in Form von neuer Technik, die unser Leben vereinfachen soll oder der neuen Wintermode. Auch der Staat möchte natürlich, dass wir mehr Geld ausgeben, um die Industrie glücklich zu machen. Viele von uns denken, dass teure Produkte unseren Wohlstand widerspiegeln.

 

Ich bin mittlerweile nach jahrelangem, unbewussten Konsum der Meinung, dass weniger tatsächlich mehr sein kann und dass es sich gut anfühlt einfach mal genug zu haben. Es ist also an der Zeit umzudenken und bewusster zu konsumieren. Sobald man damit anfängt nachhaltiger zu leben und alles in Gang setzt, werdet ihr schnell merken, dass es tatsächlich sogar Spaß macht. Im heutigen Blogartikel möchte ich deshalb gerne 8 Tipps mit euch teilen, um nachhaltiger zu leben und dabei noch Geld zu sparen. Außerdem habe ich am Schluss noch eine Buchempfehlung für euch. 

Nachhaltig leben und dabei noch Geld sparen

Eine Flasche für unterwegs

Wenn man unterwegs ist und nichts zu trinken dabei hat, ist man schnell verleitet, sich etwas zu kaufen. Oft greift man automatisch zur Plastikflasche aus dem Laden. Dies ist nicht nur schlecht für die Umwelt, da man Plastik kauft, sondern es kostet auch noch deutlich mehr, als wenn man sich eine eigene Flasche mit Leitungswasser zuhause auffüllt. Bevor wir das Haus verlassen, packen wir meistens (es gelingt uns auch nicht immer) unsere Dopper Flasche in unseren Jutebeutel oder Rucksack.

Reparieren, anstatt neu kaufen

Bei unserem letzten Winterurlaub ist mir meine Winterjacke beim Rodeln am Ärmel aufgerissen. Anstatt mir direkt eine neue Jacke im nächstbesten Geschäft zu holen, habe ich diese zu Lisa's Oma gebracht, denn diese ist Schneiderin und weiß immer, wie man Kleidung am Besten repariert. Nach einer Nähaktion sieht sie jetzt zwar nicht wie neu aus, aber ich finde den neuen Style gar nicht mal so schlecht - so sieht meine Jacke jetzt zumindest irgendwie "used" aus. Ein anderes Beispiel: Man fährt mit seinem Fahrrad einen Platten und bevor man sich einen neuen Schlauch holt, sollte man einfach mal versuchen den Schlauch zu flicken. So lässt sich Geld sparen und tut der Umwelt einen Gefallen, da weniger Plastik im Umlauf ist.

Second Hand Kleidung

Wer uns schon länger verfolgt, hat es wahrscheinlich schon mitgekommen: Wir kaufen den Großteil unserer Kleidung second hand und lieben es. In Second Hand Läden gibt es Klamotten, die es sonst nirgends zu finden gibt und da wir den 80er- & 90er-Look sehr mögen, finden wir dort so ziemlich immer was Schickes. Durch uns sind sogar einige unserer Freunde mittlerweile dem "Second-Hand-Fieber" verfallen und jetzt mindestens genauso große Fans davon wie wir. Ihr werdet wirklich überrascht sein, was für tolle Kleidung man dort finden kann. Hin und wieder kaufen wir auch neue Kleidung, aber dann zumindest fair. Fast Fashion wollen wir nicht mehr unterstützen und so gut es geht vermeiden. Es gibt mittlerweile sehr viele kleine, aber auch große Unternehmen, die sich auf faire Mode spezialisiert haben, aber dazu bald mehr. 

"Bitte keine Werbung"

Um nicht noch mehr von unnötiger Werbung beeinflusst zu werden, bestellt am Besten all eure Werbungen ab. Auch die digitale Werbung, die immer im E-Mail-Postfach landet, weil man sich mal irgendwo angemeldet hat. Diese kann man ganz schnell abmelden. Bei jeder E-Mail, die von einem Verteiler kommt, muss ganz unten eine Abmeldemöglichkeit sein. Aber auch die vielen Prospekte, die immer im Briefkasten landen, sind eine Umweltsünde, da diese meist auch noch zusätzlich in Plastik eingewickelt sind. Einfach eine kleine Notiz mit "bitte keine Werbung" an den Briefkasten anbringen & schon tragt ihr dazu bei Müll zu sparen. 

Nachhaltig Reisen und dabei noch Geld sparen

Fahrrad statt Auto

Wann immer es möglich ist, sollte man das Auto stehen lassen und mit dem Fahrrad fahren oder einfach mal zu Fuß gehen. Klingt so einfach und das ist es eigentlich auch. Selbst wir versuchen uns das immer mehr anzugewöhnen, wobei es natürlich deutlich bequemer ist einfach ins Auto zu steigen und loszufahren. Aber somit könnt ihr nicht nur eine Menge Geld sparen, sondern macht auch noch was für's Klima, indem, dass ihr somit eure CO2-Emissionen verringert. Ach ja, und ihr gewinnt zusätzlich an Bewegung - was sich wiederum auf eure Gesundheit auswirkt. 

Wasser und Strom sparen, aber wie?

Mittlerweile sollte es sich ja rumgesprochen haben, dass es sich empfiehlt alle Geräte komplett auszuschalten, da diese sonst im Stand-by-Modus auch Energie ziehen. Natürlich sollte man auch unbedingt bei Verlassen eines Zimmers die Lichter ausschalten. Es gibt natürlich noch andere Dinge, die man beachten sollte, wie beispielsweise beim Zähneputzen nicht das Wasser laufen zu lassen oder die Spülmaschine erst einzuschalten, wenn diese voll ist. Es gibt in dem Bereich noch Einiges, was wir dazulernen könnten & auch mit euch teilen wollen, weshalb wir zu einem späteren Zeitpunkt nochmal genauer auf dieses Thema eingehen werden.

Zero Waste

Gleich mal vorweg: Zero Waste ist ein Aspekt, welcher für uns nach wie vor mitunter immer noch am Schwierigsten umzusetzen ist. Wir kaufen zwar überwiegend im Bioladen ein, aber selbst dort bekommt man außer Obst und Gemüse jedes Lebensmittel fast nur verpackt. Ein Unverpacktladen ist zu weit weg von unserem Wohnort, sodass es rentabel wäre stets dort einzukaufen, weshalb wir versuchen bewusster zu kaufen. In der Vergangenheit haben wir bereits mehrere Blogartikel zu diesem Thema veröffentlicht - wenn ihr wollt, könnt ihr euch auch dort die ein oder andere Anregung holen. 

Bye, bye unnötige Dinge

Sich von unnötigen Dingen befreien, tut der Seele gut und man fühlt sich gleich viel leichter. Außerdem kann es gut sein, dass Dinge, die ihr nicht mehr benötigt an eine Person weiterzugeben, die diese vielleicht noch brauchen kann & somit auch wieder weniger Ressourcen aufgebracht werden müssen. Zudem könnt ihr euch mit dem Verkauf von Dingen, die ihr nicht mehr braucht / wollt noch ein bisschen Geld dazuverdienen.

Buchempfehlung für einen bewussteren Konsum

Wenn ihr mehr zu dem Thema wissen wollt, wie man der Welt des Überflusses entgehen kann, können wir euch sehr das Buch "Genug" empfehlen. Dieses beschäftigt sich damit, wie lebenserleichternd es wäre einfach mal zufrieden zu sein & wie es gelingt dem Konsum zu entkommen.

Falls ihr übrigens noch auf der Suche nach speziellen Zero-Waste-Tipps seid,

schaut gerne mal bei meinem YouTube-Video vorbei - in diesem zeige ich euch nämlich

in welchen Bereichen ihr konkret Plastik einsparen könnt.

 

HABT IHR NOCH TIPPS, UM NACHHALTIGER ZU LEBEN & DABEI SOGAR GELD ZU SPAREN?

Wir freuen uns, wenn ihr diese mit uns teilt!

Kommentare: 4
  • #4

    Miri (Montag, 16 September 2019 17:29)

    Hallo ihr Zwei!
    Ich kann mich sehr gut in dem Artikel wiederfinden und habe auch schon so einige Blogposts zu dem Thema verfasst. Ich bezeichne meinen "Lifestyle" mittlerweile als "less waste", da auch ich finde, zero waste ist echt nicht so leicht (wenn auch nicht unheimlich schwer) und entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass es genauso viel kostet wie konventionelles Einkaufen, empfinde ich den Einkauf beim Unverpacktladen und auf dem Biomarkt, wo es Demeterprodukte gibt, als recht teuer. Ich mache es dennoch gerne und bin in der wirtschaftlichen Glückslage, mir das erlauben zu können.
    Tipps habe ich noch eine ganze Sackkarre voll und verlinke daher einfach mal ganz dreist meinen Post, in dem ich alle meine Blogposts zum Thema Tipps verlinkt habe: https://thesoulfoodtraveller.com/ich-bin-viel-nachhaltiger-als-du-nachhaltiger-leben-und-leben-lassen/

    Ein Lächeln,
    Miri

  • #3

    Stefanie (Montag, 16 September 2019 16:25)

    Hallo! Mit Zero Waste tue ich mich auch noch ein bisschen schwer, aber ich verwende seit zwei Jahren Haarseife statt Shampoo und Bambuszahnbürsten. Hatte eine Wasserflasche von Soulbottle, die ist mir leider kaputt gegangen. Seit fast zwei Jahren lebe ich auch vegetarisch und kaufe meine Kleidung wie ihr gerne Second Hand, ab und zu leiste ich mir auch mal Fair (&Eco) Fashion. Ich benutze Naturkosmetik und kaufe viel Bio. Macht weiter so, ich versuche auch mein bestes! Liebe Grüße! Stefanie

  • #2

    Barbara (Freitag, 13 September 2019 15:26)

    Hallo Maximilian - hier noch eine kleine Anregung: Seife statt Douchgels und Shampoos in Plastikverpackungen. Ich fahre seit 4 Jahren gut damit. Zum Duschen benutze ich seit einiger Zeit nur noch Wasser. Danke für den Beitrag, herzlicher Gruss!

  • #1

    Simone (Freitag, 13 September 2019 14:26)

    Ich bin glaub ich auf nem guten Weg. Ich bin veganer, spare beim Einkaufen jedes mal eine Menge Plastik, da ich meistens in Bio Läden oder am Markt einkaufe. Aber ich bin wirklich sehr froh, dass es Menschen wie euch gibt, die es auch nach draußen tragen, wie wichtig es ist unsere Umwelt zu schützen. Danke dafür. Ich mag euch, da ihr wirklich sehr sympathisch seit und einfach eine gute Einstellung habt!


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