Wir brauchen eine Pause

Seit zwei Tagen sind wir zurück in Deutschland. Zuhause. Wir fühlen uns erschöpft. Drei Monate sind vergangen seitdem wir das letzte Mal hier waren. In der Zwischenzeit haben wir vier Länder und drei Kontinente bereist. Da wir Anfang des Jahres noch in Australien waren und die letzten Monate in Asien, Mittel- und Nordamerika verbracht haben, sind wir quasi in diesem Jahr einmal um die Welt geflogen. Viele Eindrücke und Emotionen. Zeitunterschiede, Heimweh und Begegnungen, die sich zu tiefen Freundschaften entwickelt haben. Wir waren umgeben von viel schöner Natur, lebten in einer Gemeinschaft, haben die besten veganen Restaurants gesucht und gefunden und trotzdem brauchen wir eine Pause.

2017 haben wir begonnen fast kontinuierlich zu Reisen, haben zeitgleich unseren Blog und YouTube-Kanal gestartet und hatten rückblickend die mit Abstand abenteuerlichsten Jahre unseres Lebens. Wir haben uns bewusst dafür entschieden alles aufzugeben und uns auf dieses Freiheitsgefühl einzulassen. Es wäre gelogen zu behaupten, dass immer alles super ist, denn das ist es nicht. Weder bei uns, noch bei allen anderen endless-happy Persönlichkeiten auf Instagram. Und obwohl sich die Leute mehr für negative Ereignisse als Positive interessieren, hatten wir nicht unbedingt das Bedürfnis unsere Gefühle mit Social Media teilen zu wollen. Bis jetzt.

Heute ist die zweite Nacht in der ich nicht schlafen kann. Es ist 3:53 Uhr. Morgens. Mein Körper sagt mir, dass er gerade keine Lust mehr hat zu funktionieren. Ich liege im Bett und mein Kopf ist voller Gedanken. Gedanken mit schönen Erlebnissen, aber auch Dingen, die zu erledigen sind. Beim Reisen bleibt nicht viel Zeit zu verarbeiten. Tagsüber kreieren wir Erinnerungen und abends kreativen Content. Uns fällt auf, dass uns die ganzen Aufgaben, die wir uns selbst erteilen und Fristen, die wir selbst setzen manchmal stressen. Wir wollen Urlaub vom Urlaub. Da wir Arbeiten und Reisen verbinden, sehen wir die schönen Orte nicht als Urlaub, sondern als einen schönen Arbeitsplatz, den wir mit keinem Büro der Welt tauschen würden. Trotzdem fühlt es sich gerade so an als wäre in den letzten Monaten irgendwie Vieles einfach zu viel gewesen. 


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Wir haben uns damals bewusst für die Santander 1Plus entschieden, weil diese nicht nur kostenlos ist, sondern man sie wirklich auch weltweit einsetzen kann. Der Vorteil bei der Santander 1Plus Karte ist zudem, dass es möglich ist weltweit kostenlos Bargeld abzuheben und man sogar die Kosten für die Fremdwährung zurückerstattet bekommt. 



Wir bekommen jeden Tag Nachrichten von Menschen, die uns um unser Leben beneiden. Die auch gerne soviel Reisen würden. Aber die Wahrheit ist, dass selbst die schönste Sache der Welt nicht mehr die schönste Sache der Welt ist, wenn man zuviel davon hat. Für uns war von Anfang an klar, dass wir nicht einfach ein Jahr reisen wollten ohne die Erlebnisse festzuhalten und auch unterwegs eine Aufgabe zu haben. Was Anfangs just for Fun war, wurde immer mehr serious und ist heute unser Job. Freiheit war das was wir immer wollten. Aber wie frei können wir Menschen sein, wenn wir uns selbst nicht die Freiheit geben guten Gewissens einfach mal nichts zu tun, einen schönen Ort einfach nur zu genießen ohne ihn mit der Kamera festzuhalten und sich zu überlegen wie man das Bild aufnimmt damit es gut ins Feed passt.

Stress existiert nur in ihrem Kopf und macht uns krank. Für einen gesunden Körper brauchen wir auch einen gesunden Geist, Entspannung und hin und wieder ganz viel Zartbitter-Schokolade. Niemand kennt uns so gut wie wir uns selbst und deshalb ist es manchmal einfach wichtiger auf sich zu schauen als auf die Bedürfnisse anderer Menschen. Zuviele Eindrücke überfordern uns und zu viele Aufgaben stressen uns. Und auch, wenn es manchmal so schwer ist sich in unserer Leistungs-Gesellschaft ausreichend Zeit für uns selbst zu nehmen, gibt es wohl nichts was wichtiger wäre.

Manchmal verlieren wir uns in dieser Welt und funktionieren einfach. Wir machen viel öfter unsere Mitmenschen glücklich, als uns selbst. Weil uns beigebracht wird selbstlos und fleissig zu sein, damit wir ein guter Mensch dieser verrückten Gesellschaft sind. Was ich damit sagen will, ist: Die wenigstens Dinge sind so wichtig, dass es nicht bis morgen warten kann.

Und obwohl wir das was wir tun furchtbar lieben und gegen nichts auf der Welt eintauschen würden, sind wir doch nur Menschen mit unterschiedlichen Stressleveln und Emotionen. Wahrscheinlich haben wir diesmal einfach die Stimme bewusst überhört, die uns eigentlich schon vor Wochen sagen wollte, dass wir eine Pause brauchen. Vermutlich war einfach zuviel los gewesen. 


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Kommentare: 1
  • #1

    Malou und Simon (die Wanderlust) (Montag, 31 Dezember 2018 03:24)

    Hey ihr zwei
    Haben euch gerade auf Pinterest entdeckt :) Euer Blog ist besonders toll und dieser Artikel sehr eindrücklich, sehr persönlich, wir wissen wovon ihr sprecht... Erholt euch gut und wir wünschen euch viele schöne Momente und intensive Begegnungen fürs neue Jahr.